Digitaltechnologien - Stahlschiene

Digitaltechnologien – die Top für Ihr Unternehmen

In einer zunehmend digitalen Welt als Unternehmen erfolgreich zu sein, ist ohne tiefes Verständnis der zur Verfügung stehenden Digitaltechnologien kaum denkbar. Erst sie machen die 4. Industrielle Revolution als Zeitalter künstlicher Intelligenz möglich. 

Digitaltechnologien im Überblick

Die meisten Digitaltechnologien stammen aus einem der nachfolgenden 16 Feldern (Beispiele sind nicht abschließend):

(1) Erfolgskritische Informationen und ihre Gewinnung

  • Sensorik, Spracherkennung, Biometrie, Barcodes und andere Datengewinnungstechnologien
    • Sensorik: Einsatz von Sensoren, um Veränderungen von umweltbezogenen, biologischen oder technischen Systemen zu messen und zu kontrollieren.
    • Spracherkennung: Verfahren, die Automaten, insbesondere Computern, die gesprochene Sprache der automatischen Datenerfassung zugänglich macht.
    • Biometrie: Verfahren, um biologische Charakteristika zu messen und analysieren, z.B. die Erkennung von Stimmen bzw. Sprechern.
    • Barcodes, auch Strichcode, Balkencode oder Streifencode: optoelektronisch lesbare Schrift, die aus verschieden breiten, parallelen Strichen und Lücken besteht. Der Begriff Code steht hierbei für Abbildung von Daten in binären Symbolen. Die Daten in einem Strichcode werden mit optischen Lesegeräten, wie z. B. Barcode-Lesegeräten (Scanner) oder Kameras, maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet.
  • Big Data / Smart Data 
    • Big Data: Datenmengen, die zu groß, zu komplex, zu schnelllebig oder zu schwach strukturiert sind, um sie mit manuellen und herkömmlichen Methoden auszuwerten.
    • Smart Data: Datenbestände, die mittels Algorithmen nach bestimmten Strukturen aus größeren Datenmengen (Big Data) extrahiert wurden und sinnvolle Informationen enthalten.
  • Business Analytics: Systematische und kontinuierliche Auswertung betrieblich anfallender Daten, um einerseits vergangenheitsorientiert die unternehmerische Tätigkeit zu analysieren und Erkenntnisse daraus für die zukünftige Steuerung zu erlangen, sowie andererseits Prognosen für zukünftige Entwicklungen zu generieren.
  • Künstliche Intelligenz: Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem Maschinellen Lernen befasst. Der Begriff ist noch nicht eingrenzbar, es fehlt an einer anerkannten Definition von „Intelligenz“.

(2) Erfolgskritische Software und ihre Bereitstellung

  • Applikationen: Schmale Computer- oder Mobile-Software, die eine bestimmte Funktion für den Benutzer erfüllt
  • Cloud Computing: Bereitstellung von IT-Infrastruktur wie z.B. Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung über das Internet.
  • Edge Computing: im Gegensatz zum Cloud Computing die dezentrale Datenverarbeitung am Rand des Netzwerks, der sogenannten Edge (z.B. an einer Maschine).
  • SaaS / PaaS / IaaS:
    • As-a-Service, Software (SaaS): Dienstleistung, die Software-Nutzern in der Cloud eine Software zur Verfügung stellt.
    • As-a-Service, Platform (PaaS): Dienstleistung, die Entwicklern von Webanwendungen in der Cloud eine Computer-Plattform zur Verfügung stellt.
    • As-a-Service, Infrastructure (IaaS): Dienstleistung, die in der Cloud virtuelle Infrastruktur-Komponenten zur Verfügung stellt.
  • Entwicklungsplattformen: Softwareanwendungen (z.B. SAP Hana u.a.), die im Kern aus einer In-Memory-Datenbank bestehen. Verglichen mit herkömmlichen Anwendungen ermöglichen sie Auswertungen großer Datenmengen mit höherer Performance.
  • Bio Computing: Computer, die Systeme aus biologisch abgeleiteten Molekülen – wie DNA und Proteine – verwenden, um Daten abzuspeichern, abzurufen und zu verarbeiten. Ihre Entwicklung wurde durch die wissenschaftlichen Fortschritte in der Nanobiotechnologie ermöglicht.
  • Microservices: Architekturmuster der Informationstechnik, bei dem komplexe Anwendungssoftware aus unabhängigen Prozessen komponiert wird, die untereinander mit sprachunabhängigen Programmierschnittstellen kommunizieren. Die Dienste sind weitgehend entkoppelt und erledigen eine kleine Aufgabe. 

(3) Erfolgskritische Hardware und ihr Einsatz

  • Mainframe & Quantum Computing
    • Mainframe Computing: Großrechenanlagen als komplexe und umfangreiche Computersysteme hoher Kapazität. Großrechner unterscheiden sich von Hochleistungsrechnern (Supercomputern) in ihren Aufgaben- und Einsatzgebieten und daraus folgend auch ihrer Konstruktion. Großrechner sind eher für die quasi-gleichzeitige Abarbeitung sehr vieler ähnlicher, einfacher Datenverarbeitungsvorgänge optimiert, Hochleistungsrechner als für die schnelle Berechnung naturwissenschaftlicher oder technischer Aufgaben.
    • Quantum Computing: Computer, deren Funktion auf den Gesetzen der Quantenmechanik beruhen. Unter Ausnutzung ihrer Effekte können bestimmte Probleme der Informatik, z. B. die Suche in extrem großen Datenbanken und die Faktorisierung großer Zahlen, effizienter gelöst werden, als mit klassischen Computern. 
  • Desktop Computer, Notebook/Tablet/Netbooks/eBook Reader/Smart-phone & Cloud Computing
    • Desktop-Computer: In der Regel stationär eingesetzte Computer in einer Gehäuseform, passend für den Einsatz als Arbeitsplatzrechner auf Schreibtischen. Das Notebook/Laptop bezeichnet, ist die größte Variante mobiler Computer, bei denen alle Bauteile inklusive Tastatur und Monitor in einem Gehäuse miteinander vereinigt werden. Je nach Modell bietet ein Notebook nur eine Buchstabentastatur oder einen ergänzenden Ziffernblock an. Modelle mit kleinerem Display als 14 Zoll werden als Subnotebooks oder Netbooks bezeichnet. Noch kleiner sind die Displays von eBook Readern und Smartphones.
    • Cloud Computing: Bereitstellung von IT-Infrastruktur wie z.B. Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung über das Internet.
  • Anlagen/Maschinen & Edge Computing
    • Anlagen/Maschinen: Im 3. Industriellen Zeitalter immer stärker computerisierte Systeme, die IT nutzen und in ihren Prozessen automatisiert sind. Im 4. Industriellen Zeitalter werden sie nun nach und nach auch untereinander vernetzt.
    • Edge Computing: im Gegensatz zum Cloud Computing erfolgt die dezentrale Datenverarbeitung am Rand des Netzwerks, der sogenannten Edge (z.B. an einer Anlage/Maschine).
  • Neuromorphe Hardware: Computer oder Komponenten, die aus hochgradig vernetzten, parallelen, synthetischen Neuronen und Synapsen dem Gehirn nachempfundene neurologische oder künstliche neuronale Netze nachbilden. Rechenleistung, Energieverbrauch und Chipfläche sind ein entscheidender Faktor für ihren breiten Einsatz in sog. Embedded-Produkten.
  • Digitale Geräte, Wearables: Tragbare Computer, die während ihres Betriebes am Körper des Benutzers befestigt oder in die Kleidung integriert sind.
  • Digitale Geräte, Drohnen: Ferngesteuerte oder autonom fliegende unbemannte Luftobjekte. Zumeist werden Starrflügler (Fixed Wing Aircraft) als auch die Kopter (Hubschrauber, Multicopter) und auch die VTOL (Senkrechtstarter) als solche bezeichnet. Aber auch Land (UGV), Wasser und Unterwasserfahrzeuge (UUV) können Drohnen sein.
  • Digitale Geräte, Autonome Fahrzeuge: Auto oder anderes Kraftfahrzeug, das ohne Einfluss eines menschlichen Fahrers fahren, steuern und einparken kann (Hochautomatisiertes Fahren bzw. Autonomes Fahren). 
  • Digitale Geräte, AR/VR/MR-Headsets u.a.: Am Kopf befestigte Geräte, die dem Träger virtuelle/erweiterte/vermischte Realität präsentieren – in der Regel zu Spiel-, Simulations- und Trainingszwecken.

(4) Kommunikationstechnologien

  • Wireless Local Area Network (WLAN): Oberbegriff für alle schnurlosen bzw. drahtlosen lokalen Netzwerke und meint meist Funknetz-Standards der Normierungsreihe IEEE-802.11x, die in anderen Ländern auch unter dem Begriff Wi-Fi zusammengefasst werden.
  • Long Range Wide Area Network (LPWAN) / Low Power Network (LPN): Funknetze, die kleine IoT Daten über weite Strecken transportieren. Sie sind sehr gut geeignet um die Herausforderungen der Datenübertragung in einer Stadt, Gemeinde oder innerhalb eines Gebäudes zu gewährleisten. Sensoren und Aktoren können, meist batteriebetrieben, über mehrere Jahre IoT-Daten senden oder empfangen. Mit LoRaWAN, Sigfox oder NB-IoT stehen verschiedene LPWAN/LPN-Protokolle mit ähnlichen Charakteristiken zur Verfügung.
  • Bluetooth: In den 1990er Jahren entwickelter Industriestandard gemäß IEEE 802.15.1 für die Datenübertragung zwischen Geräten über kurze Distanz per Funktechnik (WPAN). 
  • RFID: Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten und Lebewesen mittels Radiowellen.
  • 2G: Mobilfunkstandard der 2. Generation, 1992 in Deutschland eingeführt. Er dient bis heute hauptsächlich zur Telefonie. Mobile Daten werden über GPRS mit maximal 53,6 kbit/s oder per Edge (E) mit bis zu 220 kbit/s übertragen. Das ist nach heutigen Standards sehr langsam und reicht für den Betrieb der meisten Anwendungen nicht mehr aus.
  • 3G: Im Jahr 2000 als dritter Mobilfunkstandard mit dem Namen UMTS entwickelt. Ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 384 kbit/s. 2006 folgte HSDPA, später HSDPA+, welche auch als 3,5G bezeichnet werden und Übertragungen mit bis zu 7,2 Mbit/s und 42 Mbit/s ermöglichen.
  • 4G: Neuster Mobilfunkstandard für Smartphones. In der Theorie ist eine Download-Geschwindigkeit von 1000 Mbit/s möglich. Somit lassen sich selbst sehr große Daten innerhalb von Sekunden herunterladen. In der Praxis erhalten Sie jedoch oftmals nur Verbindungen mit rund 50 Mbit/s, die Werte steigen jedoch von Jahr zu Jahr. LTE wird in Deutschland immer weiter ausgebaut und für private Nutzer optimiert.
  • 5G: Insbesondere für die Industrie konzipierter Mobilfunkstandard. Derzeit in einigen europäischen Ländern bereits im Rollout. Verspricht Geschwindigkeiten von 10 GBit/s, also 10-mal schneller als 4G.

(5) Interaktionstechnologien

  • Maschine-Mensch-Interaktionen:
    • Smarte Assistenten (Amazon Alexa, u.a.), auch Intelligenter Persönlicher Assistent, Sprachassistent oder Mobiler Assistent: Software, die u. a. Spracherkennung und -analyse und die Synthese von natürlich-sprachigen Antworten verbindet. Sie ermöglicht eine sprachlich-intuitive Schnittstelle zwischen einem Benutzer und einem technischen System.
    • Bots: Weitgehend selbstständig laufende Programme, die – einmal initiiert – ihre Dienste weitestgehend automatisch erbringen. Kommunizieren einzelne Bots über ein Netzwerk miteinander, handelt es sich um ein sog. Botnet.
  • Produkt-Mensch-Interaktionen: Benutzer- und kontextgerecht gestaltete IT-Systeme, die dem Nutzer Informationen zukommen lassen, z.B. in intelligenter Kleidung.
  • Maschine-Maschine (M2M)- / Vehicle-Vehicle (V2V)-Interaktionen: Automatisierter Informationsaustausch zwischen Endgeräten wie Maschinen, Automaten, Fahrzeugen oder Containern untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle, zunehmend unter Nutzung des Internets und den verschiedenen Zugangsnetzen, wie dem Mobilfunknetz. 
  • Beacons: Kleine Minisender zum Anbringen im Umgebungen. Sobald sich ein Smartphone-Besitzer Beacons nähert, registriert das der Sender via Bluetooth Low Energy (BLE) und kann eine Nachricht an das Smartphone übermitteln.
  • Messenger: Nachrichten-Sofortversand als Kommunikationsmethode, bei der sich zwei oder mehr Teilnehmer per Textnachrichten unterhalten.

(6) Web-Technologien

  • Accelerated Mobile Pages (AMP): Speziell für die Erstellung von Websites für mobile Endgeräte (z.B. Smartphones) entwickeltes Derivat von HTML. AMP wurde im Herbst 2015 vom AMP Project unter Federführung Googles herausgebracht. 
  • Progressive Web Apps (PWA): Webseite, die zahlreiche Merkmale besitzt, die bislang nativen, speziell an die Zielplattform angepassten Apps vorbehalten waren. Sie wird daher auch als Symbiose aus einer responsiven Webseite und einer App beschrieben. 
  • Application Programming Interfaces (API): Programmierschnittstellen, die Softwaresysteme anderen Programmen zur Anbindung an ihr jeweiliges System zur Verfügung stellen. Im Gegensatz zu einer Binärschnittstelle (ABI) definiert eine Programmierschnittstelle nur die Programmanbindung auf Quelltext-Ebene.

(7) Social Media-Technologien

  • Soziale Netzwerke: Onlinedienste, die die Möglichkeit zu Informationsaustausch und Beziehungsaufbau in einer sog. Online-Community bieten. Diese kommunizieren und interagieren je nach ihren Möglichkeiten als Plattform im virtuellen Raum.
  • Webblogs, Blogs: Auf Webseiten geführte und damit meist öffentlich einsehbare Tagebücher oder Journale, in denen mindestens eine Person, der Blogger, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt.
  • Foren & Wikis: Virtuelle Plätze zum Austausch und zur Archivierung von Gedanken, Meinungen und Erfahrungen. Die Kommunikation in Foren ist asynchron, d.h. ein Beitrag wird nicht unmittelbar und sofort, sondern zeitversetzt beantwortet.

(8) Immersivtechnologien

  • Augmented Reality (AR): Erweiterte Realität, d.h. eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen. Häufig wird aber darunter nur die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung verstanden.
  • Virtual Reality (VR): Virtuelle Realität, in der die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven, virtuellen Umgebung erfolgt.
  • Mixed Reality (MR): Vermischte Realität bzw. gemischte Realität, in der Umgebungen oder Systeme zusammengefasst werden, die die reelle Welt mit einer virtuellen Realität vermischen. Neben einer rein virtuellen Realität sind dies insbesondere Systeme der erweiterten Realität und der erweiterten Virtualität.

(9) IoT-Technologien

  • Building & Home Automation: Software, mit der ein Gebäude, das über eine Gebäudeautomatisierung verfügt, visualisiert und gesteuert werden kann. Zu den üblichen Funktionen eines Building Management Systems gehören das Steuern von Licht- und Klimaanlagen. So erfolgt der Einsatz des Internets der Dinge in Gebäuden und Häusern als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“.
  • Smart City: Einsatz des Internets der Dinge in einer Stadt als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“.
  • Smart Energy: Einsatz des Internets der Dinge im Bereich der Energieversorgung als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“.
  • Smart Manufacturing: Einsatz des Internets der Dinge im Bereich der Fertigung als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“. 
  • Connected Logistics: Einsatz des Internets der Dinge im Bereich des Transports von Waren als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“, z.B. in Form von Softwaredienstleistungen auf Basis von sensorbasierten Echtzeitdaten aus der Supply Chain.
  • Digital Health: Interdisziplinäre Verbindung von Gesundheit, Gesundheitsfürsorge, Leben und Gesellschaft mit digitalen Technologien, um die Effizienz der Gesundheitsversorgung zu verbessern und Arzneimittel individueller und wirkungsvoller einsetzen zu können.
  • Smart Retail: Einsatz des Internets der Dinge im Bereich des Handels als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“.
  • Smart Mobility & Transport: Einsatz des Internets der Dinge im Bereich der Mobilität und des Transports als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“.
  • Smart Environment: Einsatz des Internets der Dinge im Bereich der Umweltdienstleitungen (Wasserversorgung, Abfallentsorgung u.V.m.) als „Infrastruktur, die hochentwickelte Dienste auf Basis der Verbindung von physischen und virtuellen Dingen durch bestehende und künftige Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht“.

(10) Simulationstechnologien

  • Digital Twin: Digitale Repräsentanz eines materiellen oder immateriellen Objekts aus der realen Welt. Es ist unerheblich, ob das Gegenstück in der realen Welt bereits existiert oder zukünftig erst existieren wird. Digitale Zwillinge ermöglichen einen übergreifenden Datenaustausch.

(11) Automatisierungstechnologien

  • Robotics Process Automation: Durch Softwareroboter gesteuerte Prozessautomatisierung als aus der klassischen Prozessautomatisierung hervorgehende Technologie, die menschliche Interaktion mittels Benutzerschnittstellen von Softwaresystemen nachahmt.
  • Robotik, auch Robotertechnik: Entwicklung und Steuerung sog. Roboter zwecks Interaktion mit der physischen Welt gemäß den Prinzipien der Informationstechnik sowie einer technisch machbaren Kinetik. Der Begriff des „Roboters“ beschreibt dabei eine Entität, welche diese beiden Konzepte in sich vereint, indem sie die Interaktion mit der physischen Welt auf der Basis von Sensoren, Aktoren und Informationsverarbeitung umsetzt. 

(12) Distributed-Ledger-Technologien

  • Blockchain: Kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, genannt „Blöcke“, welche mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind. Eine der ersten Anwendungen von Blockchain sind Bitcoins und andere Kryptowährungen.
  • Smart Contracts: Computerprotokolle, die Verträge abbilden oder überprüfen oder die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen. Eine schriftliche Fixierung des Vertrages wird damit unter Umständen überflüssig.

(13) Produktionstechnologien

  • 3-D-Druck: Fertigungsverfahren, bei dem Material Schicht für Schicht aufgetragen und so dreidimensionale Gegenstände erzeugt werden.
  • 4-D-Druck: Analog zu 3D-Druck ein Verfahren, bei dem durch Auftragen von Material Schicht für Schicht dreidimensionale Gegenstände (Werkstoffe) erzeugt werden. Zusätzlich wird die Zeit als vierte Dimension berücksichtigt. Durch sensorische Auslöser wie z.B. der Kontakt mit Wasser, Wärme, Vibration oder Schall bewegt und/oder verändert sich der Werkstoff und wird zu einem sog. intelligenten Werkstoff.

(14) Bezahltechnologien

  • Mobile Payment: Bargeld- und kontaktloses Bezahlen mit Hilfe mobiler Endgeräte.
  • Micropayment-Systeme, die zur Begleichung von Mittel- und Kleinbeträgen – etwa beim Ein- und Verkauf im Online-Handel – genutzt werden. Beispiel: Paypal: Als virtuelles Konto wird die Identität des PayPal-Konto nur durch die E-Mail-Adresse des PayPal-Mitglieds definiert, es gibt also keine Kontonummer. Werden über das Konto Zahlungen an Dritte ausgeführt oder Zahlungen von Dritten empfangen, fungiert PayPal als Dienstleister für die Zahlungsabwicklung. 

(15) Cyber Security-Technologien 

  • Technologien, die das Ziel verfolgen, Netzwerke, Computer, Programme und Daten vor Angriffen, Schäden oder Diebstahl zu bewahren. Fokusfelder können sein: Datensicherheit, Netzwerksicherheit, Applikationensicherheit, Sicherheit mobiler Geräte, Sicherheit von Identitäten und Zugängen, u.a..

(16) Kryptowährungen

  • Bitcoins: Digitales Zahlungsmittel, gleichzeitig auch der Name des weltweit verwendbaren dezentralen Buchungssystems sowie die vereinfachende Bezeichnung einer kryptografisch legitimierten Zuordnung von Arbeits- oder Rechenaufwand.
  • Ethereum: Ein verteiltes System der Finanztechnologie, welches das Anlegen, Verwalten und Ausführen von dezentralen Programmen bzw. Kontrakten in einer eigenen Blockchain anbietet. Es stellt damit einen Gegenentwurf zur klassischen Client-Server-Architektur dar.

Identifizierung der Top-Digitaltechnologien

Sind diejenigen Digitaltechnologien identifiziert, die für die Geschäfte Ihres Unternehmens relevant sind, so ist eine wichtige Grundlage geschaffen. Der wichtigste Schritt auf dem Weg zu seiner überzeugenden Digitalstrategie (https://digital-innovativ-disruptiv.de/digitalstrategie/) ist aber erst getan, wenn im Anschluss aus diesem Set von Digitaltechnologien die wirklichen Top-Technologien identifiziert worden sind.

Hierbei kann die nachfolgend dargestellte Methodik unterstützen. Als Top-Technologien sollten Sie diejenigen Digitaltechnologien identifizieren, die 

  1. großes Wertpotenzial für Ihre Branche haben,
  2. (bereits) Reiz auf Investoren ausüben,
  3. auf Aufnahmebereitschaft in Ihrem Unternehmens treffen,
  4. als Technologie bereits gewisse Reife aufweisen, und 
  5. an der Schwelle breiter Adaption in Ihrer Branche stehen.

Die folgenden Fragen können bei der Beurteilung helfen, wer die Top-Technologien Ihres Unternehmens sind:

Digitaltechnologien Bewertung

Quelle: Eigener Research 2019

Wertpotenzial für eine Branche

  • Welche Kosteneinsparungen kann diese Digitaltechnologie freisetzen?
  • Welche potenziellen Umsätze kann diese Technologie entfesseln?

Reiz für Investoren

  • Wie haben sich die Investitionen von Venture Capital-Unternehmen in diese Technologie in den letzten 3-5 Jahren branchenübergreifend entwickelt?
  • Wie viele M & A-Transaktionen im Zusammenhang mit der Technologie haben in den letzten 3-5 Jahren branchenübergreifend stattgefunden?

Aufnahmebereitschaft Ihres Unternehmens

  • Verfügt Ihr Unternehmen über die für die Entwicklung/Einführung/ Wartung dieser Technologie erforderliche Anzahl an Mitarbeitern?
  • Könnte ein zusätzlicher Bedarf an Mitarbeitern mit spezifischen Fähig-keiten in dieser Technologie am Markt dauerhaft gedeckt werden?

Reife der Technologie

  • Sind allgemein anerkannte Technologiestandards und -protokolle für Unternehmen verfügbar?
  • Werden Anstrengungen unternommen, um Interoperabilitätsprobleme zu bewältigen (z. B. Formulierung offener Standards, offene Software / Plattformen usw.)?
  • Wie viele Konsortien wurden zur Weiterentwicklung der Technologie gebildet (sowohl akademisch als auch branchenspezifisch)? 
  • Wie viele Anbieter konzentrieren sich derzeit auf die Weiterentwicklung der Technologie und ihrer Anwendungsfälle?

Adaption in Ihrer Branche

  • Wie viele unterschiedliche Anwendungsfälle können voraussichtlich mit dieser Technologie in den nächsten Jahren realisiert werden?
  • Wie viele Fälle wurden bisher von der Pilot- / Testphase zur kommerziellen Anwendung entwickelt?
  • Wie entwickeln sich branchenübergreifend – geschätzt – die Ausgaben der Unternehmen in diese Digitaltechnologie?
  • Wie viele Unternehmen befassen sich derzeit mit der Einführung der Technologie oder damit verbundener Angebote?
  • Wie stark haben Unternehmen Interesse an der Digitaltechnologie gezeigt, indem sie Startups/sonstige Unternehmen übernommen haben? 
  • Wie beurteilt das Top-Management der wichtigsten Branchenunternehmen die Technologie in Bezug auf ihre Fähigkeit, die Wertschöpfung der Branche zu steigern oder zu verteidigen?

Fotos:

  • Garidy Sanders, www.unsplash.com
  • Sorasak, www.unsplash.com

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